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Bundeswehr beginnt mit der Modernisierung der teilmilitarisierten Fahrzeugflotte
Die Streitkräfte übernahmen die ersten neuen Lkw mit militärischer Sonderausstattung von der BwFuhrparkService GmbH.Die ersten 16 von nahezu 5.500 neuen LKW, u.a. der Hersteller Daimler und MAN, wurden heute an die Truppe übergeben. Sie sollen Teile der zwischen 25 und 30 Jahre alten teilmilitarisierten Fahrzeugflotte der Bundeswehr bis Ende 2008 ablösen. Die Übergabe des ersten kleinen Loses erfolgte in Köln-Wahn durch die Geschäftsführung der BwFuhrparkService GmbH stellvertretend für alle zukünftigen Nutzer an den Kommandeur des Führungsunterstützungsbataillons 282.
"Die heutige Übergabe der Fahrzeuge ist ein weiteres sichtbares und erlebbares Zeichen für die Modernisierung der Streitkräfte," sagte Vizeadmiral Wolfram Kühn, Stellvertreter des Generalinspekteurs und Inspekteur der Streitkräftebasis, als der für den Mobilitätsbedarf der Streitkräfte prozessverantwortliche Abteilungsleiter im BMVg in seinem Grußwort vor einer Reihe von hochrangigen Bundeswehrvertretern, geladenen Gästen sowie Vertretern der beiden Herstellerfirmen. Er danke zudem allen Beteiligten für das bisher Erreichte und wies auf die Effekte für die Verbesserung der Leistungsfähigkeit und Einsatzbereitschaft der Streitkräfte hin.
Die Fahrzeuge vom Typ Mercedes Axor 1829 A und MAN TGA 18.360 zeichnen neben einer modernen leistungsstarken und umweltfreundlichen Motorisierung sowie Allradantrieb diverse militärische Sonderausstattungsmerkmale aus. Hierzu gehören unter anderem Waffenhalterungen und Zusatzaggregate. Noch in diesem Jahr sollen insgesamt 1.500 dieser Fahrzeuge zur Auslieferung kommen. Die zweite Charge folgt dann im Verlaufe des kommenden Jahres.
"Mit der Auslieferung dieser Fahrzeuge betreten auch wir Neuland", so Dr. Jürgen Kieschoweit, Geschäftsführer der BwFuhrparkService GmbH, "denn diese LKW sind vornehmlich für Übungen und den Einsatz vorgesehen und das verlangt natürlich rund um die Fahrzeugbereitstellung ganz andere Serviceleistungen als dies bisher für die PKW- und Kleinfahrzeugflotte im inländischen Grundbetrieb der Fall ist."
Erwartet wird von der Erneuerung der LKW-Fahrzeugflotte ebenfalls eine Senkung der Betriebskosten, so wie sie bei den Kleinfahrzeugen in den letzten Jahren bereits erreicht werden konnte. Und eins ist auf jeden Fall jetzt schon klar. Neben den zusätzlichen Sicherheits- und Ergonomievorteilen für die zukünftigen Nutzer erbringt die Bundeswehr mit der Einführung dieser modernen Fahrzeuge auch einen erheblichen Beitrag zum Umweltschutz, denn sie erzeugen einen bis zu 80 % geringeren Schadstoffausstoss im Vergleich zu den Alt-LKW.
"Es war auf dem Weg bis zu der heutigen Übergabe sicherlich nicht ganz einfach, die moderne Technik mit Ihren Vorteilen für Nutzer und Umwelt in Einklang zu bringen mit den militärischen Erfordernissen speziell auch für den Einsatz, Übungen und Ausbildung und schließlich dabei auch noch die Gesamtwirtschaftlichkeit im Auge zu behalten. Auf die gefundenen Lösungen können alle Beteiligten stolz sein," bemerkte der ebenfalls anwesende Aufsichtsratsvorsitzende der BwFuhrparkService GmbH, Herr Dr. Martin Rüttler.
Mittelfristig ist geplant, weitere neue LKW mit Sonderausstattung zur Ablösung der teilmilitarisierten Altfahrzeuge der Bundeswehr zur Verfügung zu stellen. Ein größerer Teil dieses Fahrzeugsegments soll allerdings durch die dringend für die Einsätze erforderlichen geschützten Fahrzeuge abgelöst werden.
Dr. Jürgen Kieschoweit
Sprecher der Geschäftsleitung
BwFuhrparkService GmbH



